Jonglieren ist als Bewegungskunst Teil der Artistik und gehört traditionell zu den Darbietungen des Zirkus beziehungsweise des Varietés. Dabei ist in erster Linie die Fertigkeit gemeint, mehrere Gegenstände wiederholt in die Luft zu werfen und wieder aufzufangen, so dass sich zu jedem Zeitpunkt mindestens einer der Gegenstände in der Luft befindet. Es wird vor allem mit Bällen, Keulen und Ringen jongliert.

Im weiteren Sinne gehören dazu auch Künste wie das Spiel mit Diabolo oder Devilstick und die verschiedenen Formen der Kontaktjonglage, bei denen Gegenstände auf dem Körper balanciert bewegt werden sowie das Spinning, bei dem Gegenstände fest um ein Zentrum kreisen wie etwa beim Poischwingen, Stabdrehen oder Penspinning. (Quelle: wikipedia)

Das wichtigste beim Jonglieren ist aber etwas anderes: Jonglieren ist ein Sport, den man überall machen kann, in jedem Land, in jedem Klima, drinnen und draußen, für sich allein oder mit anderen, zur Entspannung oder zum Auspowern. Jonglieren ist gelenkschonend und fördert die Körperhaltung und -spannung sowie Geduld, Disziplin und Frustrationstoleranz. Die meisten Menschen können noch in hohem Alter Jonglieren lernen - wer sich auch sonst viel bewegt ist allerdings im Vorteil.

Außerdem bilden Jongleure weltweit eine Art Netzwerk, über das man Menschen kennenlernt, Freunde findet und unterstützt wird. Als ich nach Ulm zog, kannte ich hier nur Jongleure - aber der Umzugswagen war in Rekordzeit leer. Jongleure sind meine dezentrale Familie geworden, bei der ich mich so wohl fühle wie sonst nirgendwo. Unter Jongleuren sind Worte wie Engagement, Teamwork, Freiwilligkeit noch gebräuchlich - und zwar in ihrer ursprünglichen Bedeutung! Wer dazugehören möchte, muss nicht einmal besonders gut jonglieren können - es wird eben jeder so akzeptiert, wie er ist.